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Auswirkungen von Alkoholsucht auf die Partnerschaft

Auswirkungen von Alkoholsucht auf die Partnerschaft

Wenn in einer Beziehung ein Partner unter Alkoholsucht leidet, kann sich das auf vielfältige Weise negativ auf die Partnerschaft auswirken. Die Beziehung gerät im Laufe der Jahre aus den Fugen. Der Zusammenhalt ist nicht mehr vorhanden. Einige von möglichen Auswirkungen möchte ich in diesem Artikel ansprechen.

Kommunikationsprobleme

Alkoholkonsum kann die Kommunikation in einer Beziehung beeinträchtigen. Der alkoholabhängige Partner kann durch Trunkenheit oder Entzugserscheinungen gereizt oder aggressiv sein, was häufig zu Konflikten führen kann. Zudem gestaltet es sich für schwierig, in nüchternem Zustand mit dem Partner über Probleme zu sprechen, da der Alkoholismus die Wahrnehmung und das Urteilsvermögen beeinträchtigen kann. Ständige Auseinandersetzungen haben letztendlich zur Folge, dass die Familienmitglieder kaum mehr miteinander kommunizieren, was eine innere Leere zur Folge hat. Niemand wagt etwas zu sagen, über der Sucht liegt das Deckmäntelchen des Schweigens.

Emotionale Belastung

Der nicht alkoholabhängige Partner kann unter emotionaler Belastung stehen, da er mit den Auswirkungen des Alkoholismus auf den Partner und die Beziehung umgehen muss. Deswegen kann zu es Ängsten, Sorgen, Scham und Frustration kommen. Gefühle, Wut und Zorn werden unterdrückt. Die nicht trinkende Person verliert oft den Blick auf die Realität und meist auch ihr Selbstwertgefühl. Die ständige Anspannung, die existentielle Bedrohung, der Kampf, Kontrolle über das Geschehen zu behalten, verändert mit der Zeit ihre Persönlichkeit und führt nicht selten sogar zu einer Erkrankung.

Finanzielle Belastung

Alkoholismus kann zu finanziellen Problemen führen, da zum einen der Kauf von Alkohol eine hohe Priorität hat. Zum anderen ist das Trinken in einer Kneipe oft sehr kostspielig. Jemand schmeißt eine Runde, und da will man sich ja nicht lumpen lassen. Da fehlen nach so einem Abend einmal schnell 100 € oder mehr im Geldbeutel. Das Geld fehlt dann oft an anderer Stelle, bei den Kindern, beim der Urlaubsplanung usw. Unzufriedenheit bei Familienangehörigen macht sich breit, stänsiger Streit ist vorprogrammiert.

Fazit

In einer Beziehung oder Familie sind durch die Trinkerei eines Elternteils ständige Auseinandersetzungen wegen der genannten und weiterer Gründe an der Tagesordnung. Sie haben letztendlich zur Folge, dass die Familienmitglieder kaum mehr miteinander kommunizieren, was eine innere Leere zur Folge hat. Jeder zieht sich zurück, oft fühlen sich Kinder und Partner, aber auch der Suchtkranke, einsam. Manch ein Alkoholkranker beschuldigt gar seinen Partner, schuld zu sein an seiner Sucht. Umgekehrt macht sich der Partner vielleicht Gedanken oder gar Vorwürfe, ob er etwas zum Entstehen der Sucht beigetragen hat. Die ständige Anspannung, die existentielle Bedrohung, der Kampf, Kontrolle über das Geschehen zu behalten, verändert mit der Zeit ihre Persönlichkeit und führt nicht selten sogar zu einer Erkrankung. Langfristig brechen solche Familien häufig auseinander. Wer also die Partnerin/den Partner bzw. seine Familie nicht verlieren will, sollte dringend etwas gegen seine Alkoholsucht tun. Wie das gehen kann, beschreibt die Autorin Maria Zangl in ihrem Buch "Mein fester Wille - Nie mehr Promille". Hier geht es zum Buch. 

Alkoholsucht

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